Auch Kinder können an Corona erkranken. Hier sinnbildlich ein Teddy mit Maske

Coronatests bei Kindern

Das Positive gleich vorweg: Kinder haben ein geringeres Risiko, einen schweren Verlauf von Covid-19 zu haben. Doch das zu Beginn der Corona-Krise ausgerufene Mantra, Kinder seien „keine Treiber der Pandemie“, ist längst überholt: Gleich mehrere Studien belegen zweifelsfrei, dass sich Kinder und Jugendliche genauso häufig mit dem Corona-Virus anstecken wie Erwachsene. 

Gefahr einer Ansteckung über Kinder wurde unterschätzt

Eine aktuelle britische Studie zeigt zudem auf, dass Kinder zwischen November und Anfang Dezember 2020 sogar deutlich häufiger mit der englischen Corona-Mutation angesteckt waren als Erwachsene.

Mehr zu Corona-Virus-Mutationen

Der Mutant gilt als deutlich infektiöser als die Ursprungsvariante, soll also leichter übertragbar sein – und dieser Coronavirus (B.1.1.7) wurde in der Altersgruppe der 11- bis 16-Jährigen so stark wie in keiner Altersgruppe sonst nachgewiesen. Damit sind Kinder und Jugendliche genauso wie Erwachsende ein Teil des Infektionsgeschehens. Denn dort, wo die Corona-Infektionszahlen ansteigen, steigen auch die Zahlen der angesteckten Kinder. Kinder wurden bisher allerdings wesentlich seltener oder gar nicht auf eine Corona-Infektion hin getestet.

Wann ist es sinnvoll ein Kind testen zu lassen

Eine engmaschige Testung bei Kindern macht aber gerade angesichts der sich ständig ausbreitenden Corona-Mutationen Sinn, um das Ansteckungsrisiko und damit die Covid-19-Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten. In Österreich beispielsweise werden seit Anfang Februar alle Schüler*innen mit Antigen-Nasentests getestet: die täglich präsenten Volksschulkinder zweimal wöchentlich, die älteren Schüler*innen jeweils am ersten Tag ihrer wöchentlichen Zweitagesschicht, denn die Tests haben eine Gültigkeit von 48 Stunden.

Darüberhinaus ist die Winterzeit auch als Erkältungszeit bekannt. Eine laufende Nase ist speziell bei Kindern in den kälteren Monaten keine Seltenheit. Doch viele Eltern fragen sich zurecht, ob sich ihr Kind mit Covid-19 oder einer harmlosen Erkältung angesteckt hat. Unser Körper kann auf eine Infektion mit dem Corona-Virus mit vielen verschiedenen Symptomen reagieren.

Bei Kindern stehen meist leichte Symptome im Vordergrund. Zu diesen zählen Husten, Schnupfen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und Magen-Darm-Probleme. Oftmals fallen bei Kindern die Symptome weniger drastisch aus als bei Erwachsenen. Leidet ihr Kind an einem oder mehreren der oben aufgeführten Symptome und bessert sich das Krankheitsbild nicht innerhalb von zwei Tagen, sollten Sie unbedingt eine*n Ärzt*in kontaktieren. Der*die entscheidet dann, ob die Voraussetzungen für einen Corona-Test gegeben sind. 

Auch vorsorgliche Testung ist möglich

Darüberhinaus können Sie jederzeit sich und Ihr Kind bei privaten Anbietern wie stuttgart.coronatest.de testen lassen. 

Mögliche Gründe könnten sein: 

  • Wenn Sie schnell wissen möchten, ob Ihr Kind akut an Corona (Covid-19) erkrankt ist und andere anstecken könnte (zum Beispiel vor einem Besuch der Großeltern).
  • Wenn Ihr Kind Erkältungssymptome hat und Sie schnell wissen möchten, ob es sich dabei um Corona handelt (zum Beispiel, ob Sie weiter arbeiten gehen können oder als Kontaktperson in Quarantäne müssen).
  • Wenn Sie für Ihr Kind eine Testung wünschen, Ihr Haus- oder Kinderarzt*in aber keine Indikation für eine Testung sieht und diese nicht durchführt.

Wie läuft ein Corona-Test bei Kindern ab?

Bei der Testung von Kindern gibt es keine Unterschiede zu Erwachsenen – sie werden mit demselben PCR-Test auf Covid-19 untersucht wie Erwachsene. Die wichtigsten Tests sind zurzeit der so genannt PCR-Test und der Antigen-Schnelltest.

Erfahren Sie mehr zum PCR-Test und Antigen-Schnelltest

Für einen Rachenabstrich öffnet das Kind den Mund weit und streckt die Zunge heraus. Der*die Ärzt*in streicht mit einem langen Stäbchen mit feuchtem Watte- oder Schaumstoffkopf (Virustupfer) über die Rachenwand ganz hinten in der Mundhöhle. Für einen Nasenabstrich schiebt der*die Ärzt*in das Stäbchen durch ein Nasenloch ebenfalls bis zur hinteren Rachenwand und dreht den Kopf des Tupfers über die Schleimhaut. Für Kinder gibt es dabei besonders dünne und flexible Stäbchen für kleine Nasenlöcher. Ein Labor wertet dann den PCR-Test aus. Es ermittelt, ob der Abstrich das Erbgut des Virus enthält. Auch beim Antigen-Schnelltest erfolgt ein Abstrich. Dieser wird aber nicht ins Labor geschickt, sondern an Ort und Stelle ausgewertet. Da die Auswertung mit weniger Aufwand durchgeführt wird, liegen die Ergebnisse des Schnelltests schon nach etwa 20 Minuten vor. 

Wie kann ich mein Kind bei der Testung unterstützen?

Besonders der Nasenabstrich kann unangenehm sein, ein Rachenabstrich löst zudem oft einen Würgereiz aus. Von daher ist es hilfreich, einige Tipps bei der Testung von Kindern zu beachten: 

  • Eltern sollten ihren Kindern schon vor dem Abstrich beschreiben, was dabei passieren wird. Kinder akzeptieren eher, wenn sie verstehen, was gemacht wird, welchen Sinn es hat, wie es gemacht wird und dass sie mitentscheiden können. 
  • Sie brauchen eine verlässliche Person an ihrer Seite und einen Untersucher*in, der diese teilweise heftigen Angst- und Protestreaktionen kennt und toleriert. 
  • Während des Tests können Sie die Kinder ablenken, in den Arm nehmen und streicheln.
  • Der Abstrich sollte auf keinen Fall unter Zwang erfolgen. Vielleicht muss der erste Versuch ohne Ergebnis bleiben – und nach einer kleinen Pause der Test erneut versucht werden.

Angenehmere Alternative: Gurgeltest für Kinder ab 6 Jahren

Gerade für Kinder bietet sich deshalb eine angenehme Alternative an: der sogenannte Gurgeltest. Dafür gurgelt man für etwa eine Minute mit einer speziellen Lösung. Die Viren und menschliche Zellen, die mit Viren infiziert sind, trennen sich von der Rachenwand und werden mit der Flüssigkeit in ein Röhrchen gespuckt. Die Auswertung dieses Rachenspülwassers erfolgt mit den üblichen PCR-Tests. Ein Gurgeltest ist allerdings nur dann aussagekräftig, wenn er mindestens eine Minute durchgeführt wird.

Kinder zwischen drei bis sechs Jahren schaffen es allerdings häufig nicht, solange zu gurgeln, ohne den Inhalt vorher auszuspucken. Von daher gilt die Faustformel, dass Gurgeltests erst für Kinder ab sechs Jahren geeignet sind. Sie können auch vorab zu Hause testen, wie lange ihr Kind gurgeln kann.

Sollte ein Kind dennoch Gurgellösung schlucken, ist das kein Problem. Die Flüssigkeit ist eine Kochsalzlösung und absolut unbedenklich. 

Ab welchem Alter kann ich mein Kind testen lassen?

In unseren Testzentren bei stuttgart.coronatest.de bieten wir unter Aufsicht unseres fachmännisch geschulten Personals auch den Gurgeltest an. Diesen führen wir bei Kindern ab 6 Jahren durch. Auch Tests bei jüngeren Kindern sind möglich, sofern, sie das Gurgeln mit ihren Eltern vorab ausreichend geübt haben. 

Als Alternative können Sie für Kinder ab 14 Jahren auch den PCR-Test oder den Antigen-Schnelltest jeweils als Nasen-Rachenabstrich bei uns durchführen lassen. Unsere Mitarbeiter*innen sind für die Testung mit Kindern bestens vorbereitet.